Podcastkonsum

Wer viel radelt hat viel Zeit, zum Beispiel auch um Podcasts zu hören. Natürlich unter Einhaltung der Verkehrsregeln. Ich war überrascht was das angeht. Ich vermutete es sei generell verboten Kopfhörer zu tragen. Dieser Artikel (Die Welt) oder ADFC klärt auf: Es kommt auf die Lautstärke an. Aber Gesetz hin oder her – man will weder sich noch andere gefährden und so empfehle ich nur einen Stöpsel im Ohr zu haben und mit dem anderen ein Ohr für den Verkehr zu haben. Ich trage einen von Mpow – kostet €20 und hält auch Regen aus und hat einfache Funktionen für die Fernbedienung (Start / Stopp, Laut / Leise). Selbst telefonieren ist unter Einschränkungen möglich (Windgeräusche). Ich hatte auch AfterShokz getestet, die übertragen den Ton ohne Stöpsel im Ohr, sondern durch Vibrationen bzw. die Übertragung der Schallwellen auf die Wangenknochen. Ich fand den ständigen Druck aber sehr unangenehm.

Nun, Podcasts gibt es viele, ebenso Player. Zu Android kann ich wenig sagen, aber die iOS App von Downcast gefällt mir ganz gut. Man kann sich bezüglich Podcasts an den Charts orientieren. Hier ist eine Auswahl an meinen Lieblingspodcasts:

  • Methodisch Inkorrekt: Nicolas und Reinhard stellen jede Woche mehrere Papers aus Wissenschaft bzw. Forschung vor. Das ist nicht nur sehr lehrreich und bildend. Es ist vor allem auch unglaublich lustig. Man muss wirklich kein Physiker sein. Wenn ich hin und wieder lachend durch die Stadt radel – das ist der Grund.
  • Freakshow, Tim, Dennis, Huks, Roddi, Clemens und Co diskutieren alle 2 Wochen, was sich rund um Tech-Themen bei Apple, ZFS und Strickmaschinen so tut.
  • This American Life (Englisch): Mit unseren amerikanischen Freunden ist es derzeit nicht so einfach. Wenn ich den guten Recherchen zuhöre schöpfe ich Hoffnung: Es gibt nicht nur Trump und dessen Wähler. Breite Features zu gesellschaftlichen Themen.
  • Omegatau: Wissenschaft und Technik, viel über Fliegerei und Raumfahrt
  • Fanboys, noch ein bisschen mehr rund um Apple und Gaming.
  • Hoaxilla, deckt Mythen, Esoquatsch oder Urban Legends auf.
  • Young in the 80ies. Ja, ich bin ein Kind der 80er und der Podcast ist eine Zeitmaschine in die nicht ganz so schlimme Zeit.

Natürlich kann man auch Nachrichten hören. Gerade aus dem öffentlich rechtlichen Rundfunk gibt es viele gute Produktionen. Aber der Spaßfaktor kommt da manchmal zu kurz.

Viel Spaß, und schickt mir gern Empfehlungen zum Reinhören auf Twitter, @vinzgreg

Mehr Helm tragen

Es gibt endlos philosophische Diskussionen, ob der Helm mehr Sicherheit bietet oder nicht. Ich denke dann immer an den einen Bekannten, bei dem sich das Vorderrad aus der Gabel verabschiedet hat – war nicht so gut. Aber der Helm hat wohl ein Leben gerettet.

Am Freitag traf ich einen frisch verunglückten Radler auf der Kennedy-Brücke an, sein Rad lag auf dem Radweg und er krümmte sich vor Schmerzen. Ich hatte erst nicht verstanden, wie man mitten auf der Brücke im Nichts einen Unfall haben konnte. Seine Gabel war gebrochen – einfach so. Natürlich fragte ich ihn erst mal, ob alles klar ist, außer blauen Flecken schien alles ok. Ich sah mir die Gabel an und war echt verdutzt, das erschüttert das Vertrauen ins Material schon ein wenig. In so einer Situation würde ich es ehrlich gesagt einfach nicht darauf ankommen lasse, oder? Also – lieber mit. Schaden tut es nicht. Und ich bin nochmal beruhigter, dass ich nur ein Stahlrad fahre. Das bricht nicht einfach mal so, da fahre ich lieber ein paar Kilo mehr durch die Stadt.

Feinstaub

Die CDU hadert mit dem Thema Fahrverbot in Städten bei Überschreitungen beim Feinstaub. Verwunderlich ist das nicht. Aber als Fahrradfahrer fällt es schwer das zu verstehen, oder ich sollte wohl lieber akzeptieren sagen. Schließlich helfen wir Radler, die Belastung zu verringern, leiden aber an den Konsequenzen mehr als die Autofahrer, die schön in Ihrer Blechkiste sitzen. In Stuttgart wurde der Grenzwert in diesem Jahr 41 Mal überschritten (Umweltbundesamt), das Tagesmittel liegt bei 41µg, die WHO sieht den Grenzwert bei 20µg. Und dennoch werden Dieselfahrzeuge quasi subventioniert (47,04 Cent Diesel verglichen mit 65,45 Benzin). Ist dem Autofahrer wohl nicht zumutbar… Andere Länder sind da weiter. Die Fahrverbote würden die Probleme vielleicht nicht wirklich lösen, aber transparenter machen und den Umstieg auf ÖPN oder Elektro (oder Fahrrad) sicherlich beschleunigen.

Winterzeit – Zeit- und Ölwechsel

Die Umstellung auf Winterzeit kam mir gerade recht um einen Ölwechsel bei der Rohloff-Nabe durchzuführen. Ich kann mir das so schlecht merken, wann ich den letzten machte. Damit haben wir schon mal einen Vorteil der Zeitumstellung.

Ich kann das Gewese um die Zeitumstellung nicht wirklich verstehen. Aber ich bin mir sicher, dass wir in ein paar Jahrzehnten kein Problem mehr damit haben. Könnten wir heute schon lösen: All die Uhren, die einen Kalender haben, oder gar am Internet kleben – kein Problem. Denn die Uhren könnten ja eigentlich ab der Sommersonnenwende jeden Tag ein bisschen langsamer laufen, um dann pünktlich zur Umstellung eine Stunde ‘falsch’ zu gehen. Dann könnten sie wieder ein wenig schneller…. Das merk kein Mensch 🙂

km 20.000

Die 20.000 km sind voll, seit Mai 2013 fahre ich damit. Ich habe den Eindruck alles, was halbwegs von minderwertiger Qualität war ist kaputt gegangen, wurde ausgetauscht, und macht nun keinen Ärger mehr. Denn abgesehen von Kette nachspannen und Bremsklötze tauschen ist alles in bestern Ordnung. Dann auf die nächsten 10.000 km…

Das Basketball Dilemma

Vor ziemlich 25 Jahren war ich ein Austauschschüler und mit meiner Klasse in Houston. Wir hatten ja damals nichts und in USA gab es alles. So kaufte ich von meinem bescheidenen Taschengeld Jeans (ich weiß heute noch, dass ich $30 zahlte, was unverschämt billig war), einen Softballschläger…. und einen Basketball.

Ehrlicherweise spielte ich mit dem vielleicht ein paar wenige Male – aber seit 25 Jahren hat er jeden Umzug mitgemacht. Und war immer noch tadellos. Letztes Jahr hab ich ihn einem Nachbarsbub ausgeliehen. Keine Ahnung, ob er ihn zurückbrachte. Doch heute morgen, als ich 5km von zu Hause einen Schüler mit meinem Rad überhole, sehe ich MEINEN Ball auf einem Gepäckträger. Ich war sehr perplex, wollte eine Vollbremsung einlegen und den fremden Bub zur Rede stellen. Dann dachte ich wiederum – nein, kann ich doch nicht machen. Und dann: Was hab ich davon, wenn ich mir den Ball wieder hole und zurück in den Keller verfrachte? NIchts. Ich dachte an die Idee mit den ausgelesenen Büchern, die nette Menschen rumliegen lassen (so was kommt in München nicht vor). Und da gefiel mit der Gedanke besser, dass ein ca. 10 Jähriger Spaß mit meinem 25 Jahre alten Ball hat.

Elektroautos, Elektromobilität

Man kann nicht gerade behaupten die Deutschen wären vorn dabei, wenn es um Elektromobilität geht (PKWs). Während in Ländern wie Norwegen bei den Neuzulassungen bis zu 18% der Zulassungen Elektroautos sind, reden wir in Deutschland von 0.2% (April 2016). Warum sind es nicht mehr? Vielleicht, weil sich viele Mythen um Elektroautos hartnäckig halten. Oder hättet ihr gedacht, dass es nur schlappe 3 Mal so viele Benzintankstellen wie Elektrotankstellen gibt? Oder dass eine Batterie gerne mehrere 100.000 km hält? Das man die Batterien innerhalb von 30 Minuten auf 80% der Kapazität laden kann?

Und ich rede hier noch nicht einmal davon, dass sie Spaß machen. Hier geht es zum Blogpost, Mythen um die Elektromobilität. Ich versuche auf ein paar der hartnäckigen Argumente einzugehen.

Ach ja, Spaß machen sie auch, z.B. das Wettrennen einer Boing 737 gegen einen Tesla.

km 17000

Zum Ende des Jahres hat mein Radl die 17000km geschafft. Nicht mit einer Weltreise, das Rad hat bisher nur die Stadt gesehen. Die Beleuchtung, der Frontscheinwerfer hat eine Macke bekommen. Standlicht geht nicht mehr und die Kabelschuhe für das Rücklicht einen Wackler. Das ist nach so vielen km wohl akzeptable. Ach ja, Ölwechsel gab es auch mal wieder. Dann shoppe ich mal den Luxos B Senso Plus 70 Lux

Spikereifen

Letztens fahre ich an die Ampel ran, meint ein Co-Biker: ‘Deine Reifen sind kaputt, die klingen komisch’. Ich: ‘Das sind Spikereifen’. Wir haben uns dann noch 2 weitere Rotphasen an der Ampel unterhalten, vielleicht hat er nun auch welche. Ich bin erstaunt, dass sie immer noch so unbekannt sind. Was soll ich sagen, ich hatte auch Vorbehalte. Aber ich muss sagen: Fast alle waren fehl am Platz: Die Reifen halten nun schon mehrere Tausend Kilometer. Sie geben unglaublichen Grip, gerade bei Eis. Und man ist nicht viel langsamer.

Diesen Winter, ‘Klimakatastrophe sei dank’, hatte ich sie eigentlich nur an zwei Tagen gebraucht. Aber vor ein paar blauen Flecken haben sie mich schon bewahrt.

Zu dem Punkt ‘langsamer’. Ja, es ist echt zäh im Winter. Das Gerede von falschem Wetter und Kleidung – Blabla. Ich beschwere mich nicht. Aber schöner und schneller fährt es sich im Sommer (siehe Grafik, Durchschnittsgeschwindigkeit). Hier die Stats: Man sieht, dass es im Winder schon mit 5-8km/h langsamer zur Sache geht, immerhin um die 18% langsamer. Die Spikes schlagen mit ca. 2km/h zu Buche.

Aber das Plus an Sicherheit sind die paar wenigen Minuten längere Fahr echt wert. Also – probiert es!

Durchschnittsgeschwindigkeit
Durchschnittsgeschwindigkeit

Kurbelschaden

Kurlel
Kurbel

Ich sah es kommen, eines Tages würde ich fest reintreten und ein Kurbelproblem haben. Heute war es soweit, das Pedal ist aus dem Kurbelarmgewinde gebrochen. Eine gute Gelegenheit die Ersatzteilliste zu ergänzen, um ein Tretlager bzw. Kurbelgarnitur (den Unterschied in der Begrifflichkeit hab ich nie verstanden). Nach 15.500km nicht schön, aber ich glaube die Originalkurbel von Lasco (um die €45) ist wahrscheinlich auch nicht die hochwertigste. Ich hab lange gesucht und mich dann für die Sugino RD-2 Messenger Kurbelarme entschieden. Hoffen wir dass die passen und länger halten, denn der einbeinig gefahrene Heimweg war nicht so schön.

Die aktualisierte Ersatzteilliste gibt es hier. Ach ja, ich bin noch über eine sehr schöne Einkaufsliste gestolpert: Rohloff Tuning Parts. Wenn ich mal im Lotto gewinne…